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Nahrung statt Hunger, Wohnraum statt Notunterkünfte, Bildung statt Kinderarbeit, Hoffnung statt Hoffnungslosigkeit
Mit diesen und anderen Forderungen protestierten die Fünft- und Sechstklässer der TMRS gegen die menschenunwürdigen Lebensverhältnisse in den Elendsvierteln peruanischer Großstädte und riefen zu mehr Gerechtigkeit für die Armen auf. Die Misereor-Kinderfastenaktion bildete dabei den äußeren Rahmen für einen Gottesdienst in der Aula, der mit ebenso besinnlichen wie schwungvollen Elementen gefüllt wurde. Während einer Kompaktwoche hatten sich die Religionslehrer der TMRS mit ihren Klassen intensiv mit den Missständen in Peru beschäftigt und den Gottesdienst vorbereitet. Zu Beginn schilderten einige Schüler, dass ein Kind in einem der vielen Slums von Lima weder Zugang zu sauberem Trinkwasser noch zu gesunden Nahrungsmitteln hat. Die Luft ist durch fehlende Filteranlagen in Fabriken ebenso vergiftet wie der Grund und Boden, auf dem eine wilde Mülldeponie nach der anderen entsteht. Altlasten werden einfach abgestellt oder vergraben. Die Lernenden beschrieben auch den Teufelskreis zwischen Armut, Kinderarbeit und fehlender Bildung, die wiederum Armut bedingt: Weil Kinder armer Eltern zum Familieneinkommen beitragen müssen und arbeiten, statt in die Schule zu gehen, werden sie als Erwachsene später selbst arm bleiben. Ihre Kinder werden später wieder arbeiten müssen.

Frau Schuler verknüpfte die Nöte der Menschen mit den Werken der Gerechtigkeit aus dem Matthäusevangelium, die Jesus mit diesem Satz zusammenfasst: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Christus formuliert damit einen starken Appell an die Nächstenliebe und erschüttert die sowohl in Peru als auch bei uns weit verbreitete Hoffnungslosigkeit, am Elend auf dieser Welt etwas ändern zu können. Mit einer sehr eindrücklichen Interpretation des Liedes „Ich bau ne Stadt für dich“ von Cassandra Steen schaffte es Herr Riebel, die christliche Vorstellung vom Reich Gottes, das mit senfkornkleinen Beiträgen zu einem besseren Miteinander auch in der Schule anfangen kann, in den Erfahrungshorizont der Schüler zu stellen. Die von den Lehrern und Schülern aufgebrachte Spende belief sich auf 325 Euro, ein Betrag, der alle an der Fastenaktion Mitwirkenden mit Stolz erfüllte. Das Geld wurde sofort an das Misereor-Hilfswerk überwiesen. Vielen Dank auch an Frau Wesslein, die sich unermüdlich für die Sache Jesu engagiert und deren tatkräftige Organisation den Gottesdienst zu einem so großen Erfolg werden ließ. (mt) |