„Es ist jedes Jahr phantastisch, was die Musical AG der Schulgemeinschaft der Thomas-Morus-Realschule auf die Beine stellt. Ein Riesenkompliment an unsere Schülerschaft, die unter Beweis stellt, welche Talente hier schlummern und nur geweckt werden müssen.“

(Alexander Oberst, Realschulrektor der TMRS)

Meister des großen Erfolgs ist Lukas Jösel, Musiklehrer an der TMRS. Was mit ´Lampenfieber` im Jahr 2010 begann hat inzwischen Dimensionen angenommen, die weit über das hinausgehen, was man von schulischen Produktionen kennt. Lukas Jösel führt nicht nur Regie, spielt Schlagzeug und ist der Leiter der Musikalischen Produktion. Er übernimmt auch die Gesamtleitung und führt sein engagiertes Team (Tanzchoreographien: Celina Stofer; Kostüme: Heidrun Lucas u.a.) regelmäßig zu Höchstleistungen. Volle Veranstaltungen und eine inzwischen überregionale Bekanntheit zeugen davon, dass sich seine Produktionen, ob ernst oder jugendlich verträumt, in der Herzen der Menschen gespielt haben. Dass diese Erfolge aber nicht vom Himmel fallen ist klar. Hartes Training und viele Proben an Wochenenden und in den Ferien ermöglichen es dem bis zu 100-köpfigen Ensemble, sich bis in die Spitze der Baden-Württembergischen Musical zu katapultieren. Und das schon seit sieben Jahren.

Ende Mai, Angang Juni ist die TMRS im Ausnahmezustand. Damit alles reibungslos klappt sind viele schulischen Hände gefragt. Von der Technik, über die Kulisse bis hin zu Kartenverkauf und Catering. Der riesige Erfolg treibt an, trotz Stress. Was bleibt ist jedes Mal ein gutes Gefühl, es wieder geschafft zu haben, wieder ein Tick besser.

Produktion des Musicals 2017

The Addams Family

Produktion 2017 The Addams Family Eine schräge Familie Eine große Liebe

BNN Artikel vom 23. Juni 2017

Ganz große Unterhaltung auf höchstem Niveau mit höchst schrulligen, liebenswerten Charakteren

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Mit der Musicalkomödie `The Addams Family` hat sich der künstlerische Gesamtleiter des Musicals, Lukas Jösel, in diesem Jahr an eine wundervolle Vorlage von Marshall Brickman und Rick Ellis gewagt. Mit Songtexten von Andrew Lippa entstand ein Bühnenwerk, das sich nicht nur am Broadway großer Beliebtheit erfreut, sondern auch das Publikum in Östringen in Verzückung brachte.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Die selbsternannte Prinzessin der Finsternis, Wednesday Addams, Spross einer sehr morbiden Familie, verliebt sich in einen normalen Jungen, Lucas Beineke. Beim ersten Treffen der Familien in einer verfallenen Villa kommt es zum Aufeinandertreffen der Lebensstile und Lebensentwürfe. Ein Spiel (Sag die Wahrheit) heizt die Gemüter an und fördert unangenehme Geheimnisse zutage, die für mächtig Wirbel innerhalb der Familien sorgen. Aber am Ende siegt, nach herrlichen Gesangseinlagen über Liebe und Schmerz, dann doch die Liebe.

Um es gleich vorweg zu nehmen. Was die Schauspieler und Musiker auf und neben der Bühne leisten ist nicht nur großartig, sondern auf hohem professionellem Niveau. Man vergisst in vielen Passagen, dass es sich um Schüler! im Alter zwischen 14 und 22 Jahren handelt und wähnt sich in einem der großen Musicaltempel des Landes zu sein. Liebevoll wurden die Charakterzüge der einzelnen Protagonisten herausgearbeitet und mit dem vielgestaltigen Bühnenbild verwoben. Bilderrahmen geben höchst lebendig den Hintergrund für einzelne Passagen ab, in denen sich weitere Ensemblemitglieder tummeln. Großartig die Maske, (Stephanie und Simone Fellhauer,

Marylou Kindsvater), die sehr eigenwillige, verschiedene Charaktere herausgearbeitet hat. Neben den Swings (Pia Frey, Lauro Klos, Antonia Wollfarth, Hannah Krapf, Celina Bott, Verena Waibel) und den Soloahnen (Luisa Zöller, Vanessa Krüger, Elias Haresa, Jessica Notheis, Anna-Lena Ries) konnten auch Lucas Beinecke (Max Albring), sein Vater Mal Beinecke (Rolf Menz) und seine Frau Alice (Anna Sluk) das Publikum mitreißen. Wortkarg aber auf den Punkt präsent war Lurch, der Butler (Clemens Fischer, Patrick Wagner), der unaufdringlich aber sehr amüsant seine Schrullen auslebte und im Hintergrund den Laden zusammenhielt. Eine fast schon tragische Rolle im Liebesreigen um ihn herum hatte Uncle Fester (toll: Lukas Wendt) inne, dem nichts anderes blieb, als sich dem Mond zu nähern und ihm/ihr seine Aufwartung zu machen. Ein kleines Kabinettstückchen lieferte Grandma Addams (Kerstin Antoni, Centaine Kind) ab, die trotz ihres ´hohen Alters´ agil über die Bühne fegte und vor keiner Peinlichkeit Halt machte. Auch Moritz Hebestreit (als Pugsley Addams) konnte überzeugen – schön die Szene, als er zu Bett gebracht wurde. Welche musikalischen Entwicklungen möglich sind bewies Dalina Schwarz als Wednesday Addams (auch Lena Fellhauer), die in ihren mitreißend gesungenen Gesangspartien die Höhen und Tiefen ihrer Rolle als Wednesday auslotete. Seinen starken Auftritt in der letztjährigen Produktion ´All Shook Up´ konnte Luca Lampert in diesem Jahr nochmals toppen. Man nahm ihm die Rolle des leidenden Vaters (Gomez Addams) jederzeit ab, der zwischen der Liebe und Loyalität zu seiner Frau Morticia (Sarah Weidmann) und seiner Tochter Wednesday hin und hergerissen war.

Höhepunkt der Abende war sicherlich Sarah Weidmann als Morticia, die das Kapriziöse ihrer Rolle sehr schön herausarbeitete und mit eleganten Bewegungen ihrem Mann gehörig einheizte.

Lukas Jösel hat mit Addams Family wieder einmal bewiesen, dass er ein großes Gespür für die bearbeiteten Stoffe entwickeln und sie bis ins Detail stilecht und gekonnt umsetzen kann.  Sein großes Engagement (über 400 Probetermine) konnte er auf die Ensemblemitglieder übertragen und seine Schützlinge zu einer perfekten Show auf allerhöchstem Niveau treiben. Chapeau!

Bleibt noch zu erwähnen, dass solche Großveranstaltungen nicht ohne ganz besonders wichtige Personen auskommen können: den Helfern hinter den Kulissen. Unaufgeregt und höchst professionell haben Schulsekretärin Jutta Kläs und Lehrerin Martina Grimm das Großprojekt von Anfang an begleitet und es – wie in den Jahren zuvor – zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Ein großer Dank geht auch an Kerstin Hoppe und Sandro DiLeo, die mit ihrer SMV im Cateringbereich gewirbelt haben und an alle Lehrer, ehemaligen Lehrer (gell Rosi) und die vielen Helfer, die Jahr für Jahr den Ausnahmezustand an der Thomas-Morus-Realschule stemmen. Man vergisst bei dieser Mammutveranstaltung und ihrer professionellen Ausrichtung allzu gerne, dass es sich `nur` um eine Schulveranstaltung handelt und nicht um eine Aufführung in Stuttgart oder anderswo.

MCR

Produktion des Musical 2016

All Shook Up

All-Shook-UP-1All Shook Up

All Shook Up

Mit ´All Shook Up´, der diesjährigen Produktion der Musical AG von Lukas Jösel, springen wir zurück in die 50er Jahre der USA. Chad (gespielt von Luca Lampert), ein gutaussehender, Gitarre spielender Hilfsarbeiter wird aus dem Gefängnis entlassen und trifft auf Natalie (gespielt von Lisa Dezenter und Ann-Sophie Kaune), die von der großen Liebe und vom Abenteuer träumt. Bis sich beide im furiosen Rock´n Roll Finale finden, muss noch viel geschehen im trostlosen Provinznest, in dem laute Musik und unzüchtiges Verhalten strengsten untersagt sind.

Autor Joe DiPietro mischt in seinem sehenswerten Bühnenstück Shakespears „Was ihr wollt“ mit viel Musik von Elvis zu einem mitreißenden Ganzen. Neben vielen Rock´n Roll Hits wie Love Me Tender, Heartbreak Hotel und natürlich All Shook Up, kommen auch hörenswerte Raritäten Elvis´ auf die Bühne.

Hauptdarsteller in diesem Jahr:

Chad (Luca Lampert)                    Natalie (Lisa Dezenter/Ann-Sophie Kaune)

Jim (Rolf Menz)                             Henrietta (Dalina Scharz)

Dean (Max Albring)                       Lorraine (Annalena Sailer)

Matilda (Sarah Weidmann)           Earl (Clemens Fischer)

Warden (Pascal Feuer)                 Miss Sandra (Selina Siepmann)

Dennis (Moritz Hebestreit)            Sylvia (Anna Sluk)